Eine Front mit Tiefe.
Das Highboard aus Rüster verbindet einen geschlossenen Korpus mit einem offenen Rahmengestell. Seine Front ist als räumliches Relief ausgebildet: Vor- und zurückspringende Flächen geben dem Möbel eine wechselnde Erscheinung. Die Griffe nehmen den Richtungswechsel der Türen auf und werden Teil ihrer Gliederung.
GESELLENSTÜCK · 2021 · REALISIERT
Rüster · blaugraues Linoleum
Rüster · blaugraues Linoleum
AUSZEICHNUNGEN
Die Gute Form 2021 · 1. Platz im Innungswettbewerb
Die Gute Form 2021 · Belobigung im Landeswettbewerb Bayern
dds-Preis 2022 · Nominierung
Die Gute Form 2021 · 1. Platz im Innungswettbewerb
Die Gute Form 2021 · Belobigung im Landeswettbewerb Bayern
dds-Preis 2022 · Nominierung
01 / Material und Fügung
Die Türen bestehen aus konisch gehobelten Friesen. Gegenläufig angeordnet, erzeugen sie die Tiefe der Front. Verdeckte Hirnleisten halten die einzelnen Friese zusammen, sodass die Verbindung hinter der reliefartigen Fläche zurücktritt.
Im Inneren setzen Schubkastendoppel mit blaugrauem Linoleum einen ruhigen Farbkontrast zur lebhaften Zeichnung der Rüster. Die Schubkästen laufen auf Kulissenführungen. Außen und innen entsteht so ein Wechsel zwischen plastisch gegliedertem Holz und flächigem, mattem Material.
02 / Konstruktion wird Ansicht
Das offene Gestell besteht aus konischen, auf Gehrung geschnittenen Rahmenfriesen. Diagonal eingeschobene Eckstücke verbinden die Rahmen. Anders als die verdeckten Verbindungen der Türfront bleiben diese Fügungen sichtbar und prägen die Gestalt des Unterbaus.
Von vorn verlängern die Eckstücke die Korpusseiten nach unten. In der Schrägansicht treten die geneigten Friese und die Tiefe des Türreliefs hervor. Das Möbel erschließt sich dadurch beim Umrunden: Geschlossener Körper und offenes Gestell bilden aus jeder Perspektive eine andere räumliche Beziehung.